Für immer in deinem Herzen

Inhaltsangabe:

Alle Frauen der Familie Lindsey besitzen ein Armband mit Glücksbringern, Großmutter Lolly, Tochter Arden und Enkelin Lauren. Die Anhänger werden von Generation zu Generation weitergegeben. Lolly lebt allein am Lost Land Lake, weit weg von ihrer Tochter und ihrer Enkelin, die sie lange nicht gesehen hat. Ihr bleibt nicht mehr viel Zeit für mehr Nähe. Sie schickt Arden und Lauren jeweils einen Anhänger und bittet um einen Besuch. Alarmiert brechen die beiden auf und nehmen ihre eigenen Krisen mit in das Kindheitsparadies am See. Es wird ein Sommer, der drei Lebenswege zusammenführt und verändert. Über das Armband, das sie verbindet, entdecken die Frauen, was wirklich wichtig ist im Leben. Die Glücksbringer der Lindseys stehen für Geschichten voller Hoffnung, Sehnsucht und Lebenslust.Ein Roman, der die Leserin unter Tränen lächeln lässt.

Meine Meinung:

Durch den Fischer Leseclub auf Lovelybooks.de bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Alleine von der Inhaltsangabe her, hat mich das Buch nicht so sehr angesprochen, wahrscheinlich hätte ich es mir nie gekauft - zum Glück gibt es aber den Fischer Club, denn es war wirklich ein richtig schönes Buch.

Die Geschichte handelt von Großmutter Lolly, ihrer Tochter Arden und ihrer Enkelin Lauren. Bettelarmbänder sind in dieser Familie eine große Leidenschaft. Diese werden so toll im Buch beschrieben, dass man spätestens am Ende des Buches so weit ist, dass man auch eins braucht (ich habe mir schon nach den ersten 4 Kapiteln eines zugelegt). Jeder Anhänger hat seine eigene Geschichte, die Idee dahinter ist eigentlich richtig schön und ich ärger mich richtig, dass es so etwas in meiner Familie nicht gibt.

Der Schreibstil von Viola Shipman ist klasse. Leicht und dennoch fesselnd - aber Moment - Viola Shipman ist nur ein Name - dahinter versteckt sich nämlich Wade Rouse. Hätte ich dies nicht zufällig erfahren, wäre ich wirklich in dem Glauben geblieben, dass dieses Buch von einer Frau geschrieben wurde. Aber "Für immer in deinem Herzen" zeigt, dass auch Männer tolle Geschichten schreiben können.

Einen halben Punkt Abzug gibt es für das offene Ende. Zu einem offenen Ende gibt es ja gespaltene Meinungen, ich persönlich mag es mehr wenn das Ende vom Autor vorgegeben wird und das war hier leider nicht der Fall. Aber mit 4,5 Sternen ist es trotzdem noch ein sehr empfehlenswertes Buch.

12.6.16 16:53, kommentieren

Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance

Inhaltsangabe:

Eigentlich hat Lucille Wichtigeres zu tun, als sich ausgerechnet in den vergebenen Zwillingsbruder ihrer besten Freundin zu verlieben. Denn sie hat ein großes Geheimnis: Sie kümmert sich ganz allein um ihre kleine Schwester. Damit man sie ihr nicht wegnimmt, tut Lucille so, als wären ihre Eltern noch da. Sie geht nach der Schule arbeiten, bezahlt Rechnungen – und überlegt sich Ausreden. Von heute auf morgen muss sie erwachsen sein. In diesem Chaos bleibt keine Zeit für große Gefühle – aber wer kann sich schon wehren, wenn die wahre Liebe vor der Tür steht? Denn gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance. Ein entwaffnend ehrlicher und hoffnungsvoller Roman über die erste Liebe, das Erwachsenwerden und die wunderbare Erfahrung, niemals so allein zu sein, wie man sich fühlt. 'Ein warmherziges, poetisches, absolut umwerfendes Beispiel dafür, dass das Leben uns immer wieder überraschen kann – und wird!' Jennifer E. Smith, Autorin von ›Der Geschmack von Glück‹

Meine Meinung:

Ich habe mich richtig auf "Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance" gefreut, aber leider wurde ich etwas enttäuscht. Die Idee hinter dem Buch ist eigentlich richtig gut, aber die Umsetzung ist wohl etwas gescheitert.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, man kommt gut rein ins Lesen und ist auch relativ schnell durch mit dem Buch, aber irgendwie fehlt das gewisse Etwas.

Das Buch plätschert eher so vor sich dahin, als das Spannung aufgebaut wird. Wenn es nicht so kurz gewesen wäre, hätte ich es wahrscheinlich nie (oder nur auf einen längeren Zeitraum) zu Ende gelesen.

Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin versucht hat, so viele Schicksalsschläge wie möglich in dem Buch unterzubringen. Aber alle widerum nur sehr oberflächlich. Schade eigentlich das Buch hatte ziemliches potential. Ich denke man hätte ein oder zwei Sachen weglassen können und sich mehr auf den eigentlichen Teil konzentrieren sollen, darauf lieber etwas ausführlicher eingehen.

Das Ende hingegen konnte mich dann so gar nicht überzeugen, es bleibt viel zu viel ungeklärt. Schade eigentlich, mit einem eindeutigen Ende hätte mir das Buch auf jeden Fall um einiges besser gefallen.

Für "Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance" vergebe ich 2,5 Sterne (die ich netterweise auf 3 aufrunde).

15.5.16 10:28, kommentieren

Mutterschmerz

Inhaltsangabe:

Oktober 1963. Auf einer Waldlichtung im Taunus, unweit des Dorfes Rod am Berg, wird die brutal zugerichtete Leiche eines zwölfjährigen Mädchens gefunden. Dem jungen Kommissar Peter Kampmann von der Kripo Bad Homburg bleibt kaum Zeit, den Tatort in Augenschein zu nehmen, denn nur ein paarhundert Meter entfernt brennt ein Haus lichterloh - das Elternhaus des Mädchens. Hat etwa jemand vor, die ganze Familie auszulöschen? Kampmanns Gegner scheint zu allem bereit, um sein Ziel zu erreichen...

Meine Meinung:


Was soll ich sagen? Ich bin begeistert von diesem Buch. Schon alleine der Prolog lässt einem den Atem stocken. Man befindet sich mitten im zweitem Weltkrieg in einem Keller während eines Bombenanschlages. Was dann passiert, gibt einem zu denken. Der Hauptteil der Geschichte spielt dann jedoch in den 60ern. Auch wenn ich keinen Vergleich zu den 60ern habe, finde ich, dass J. P. Conrad die Zeit sehr gut beschrieben hat. An vielen Stellen erkennt man, dass das Buch nicht in der heutigen Zeit spielt.

Kommissar Kampmann bekommt hier einen Fall vorgelegt, der es in sich hat. Die Geschichte ist spannend geschrieben und lässt sich flüssig lesen. Als Leser fiebert man mit Kommissar Kampmann mit und denkt man hat die Geschichte durchschaut. Doch erst am Ende wird man über das wirkliche Geschehen aufgeklärt und der Schluss setzt nochmal einen drauf und lässt einen sprachlos zurück.

Geniales Buch, sehr zu empfehlen für alle Thriller-Fans!!! Hier kann man nur 5 Sterne vergeben...

1.5.16 12:56, kommentieren

Die Ungehörigkeit des Glücks

Inhaltsangabe:

Aktuell und zeitlos zugleich, zutiefst menschlich und authentisch – einfach große Frauenunterhaltung. Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück …

Meine Meinung:

So recht weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll. Rezensionen zu mittelmäßigen Büchern schreiben sich irgendwie für mich am schwierigsten.

Als ich gesehen habe, dass "Die Ungehörigkeit des Glücks" erscheint habe ich mich zunächst richtig auf das Buch gefreut. "Bevor ich sterbe" von Jenny Downham hat mir damals richtig gut gefallen. "Die Ungehörigkeit des Glücks" fing auch erstmal sehr vielversprechend an, zwischendrin gab es dann jedoch immer mehr Szenen, die schwächelten und dann das Ende, was mir eher weniger zugesagt hat (an der Stelle würde ich gern mehr darüber sagen, jedoch möchte ich nicht spoilern).

Die "Haupt"-Protagonisten sind Katie, Caroline und Mary. Während ich vorallem Mary gleich ins Herz geschlossen hatte, hat es gefühlte Ewigkeiten gedauert, bis ich mit Caroline warm wurde. Während des Buches versteht man zwar immer mehr von ihrem Verhalten, jedoch strotzt sie nicht gerade von Sympathie. Katies Charakter hat mir hingegen gut gefallen, sie zu beobachten, wie sie immer mehr sie selbst wurde und aus sich raus kam, fand ich gut, auch wenn bei dieser Entwicklung einige "Fremdschämen-Szenen" dabei waren.

Schade fand ich, dass Jenny Downham Männern in diesem Buch keine Chance gegeben hat, zumindest die Männer, die einige wichtige Rolle im Buch spielen, hätte man etwas genauer beleuchten können. Ja, laut Klappentext geht es um die drei Frauen, aber ein paar Seiten hätte man dennoch für sie opfern können.

Im Großen und Ganzen war es dennoch ein schönes Buch, jedoch hatte ich das Gefühl, dass einige Szenen zu ausführlich waren und sich das Buch deshalb etwas in die Länge zog ohne viel Spannung aufzubauen.

Von mir gibt es 3 Sterne für "Die Ungehörigkeit des Glücks".

1.5.16 11:35, kommentieren

Nur ein Tag

Inhaltsangabe:


Allysons Leben ist genau wie ihr Koffer – überlegt, geplant und ordentlich gepackt. Doch am letzten Tag ihrer dreiwöchigen Europatour lernt sie Willem kennen. Sofort knistert es zwischen den beiden. Als freier, ungebundener Schauspieler ist Willem all das, was die 18jährige Allyson nicht ist, und als er sie einlädt, mit ihr nach Paris zu kommen, trifft sie spontan eine für sie untypische Entscheidung. Sie ändert ihren Plan und geht mit ihm. Nach nur einem gemeinsamen Tag wird aus dem Knistern ein Brennen … bis Allyson am nächsten Morgen aufwacht und feststellen muss, dass Willem nicht mehr da ist.


Meine Meinung:

Zunächst muss ich ganz ehrlich sagen, dass mir der Anfang des Buches so gar nicht gefallen hat. Wenn ich das Buch nicht wegen einer Challenge bei LovelyBooks gelesen hätte, hätte ich vielleicht sogar nach den ersten 100 Seiten abgebrochen. Zum Glück hab ich es nicht getan! Das Buch fing irgendwann an sich von Kapitel zu Kapitel zu steigern. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass ich das Buch nicht abgebrochen habe.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Erst lernt man Allyson als ruhiges nettes Mädchen kennen, aber während des Buches entwickelt sie sich immer weiter. Das hat mir sehr gut gefallen. Über Willem kann ich nicht all zu viel sagen, da er ja am nächsten Morgen einfach verschwunden ist, dies bekommt man ja bereits in der Inhaltsangabe auf die Nase gebunden, diesen letzten Satz hätte man sich meiner Meinung nach bei der Inhaltsangabe sparen können.

Der Schreibstil von Gayle Forman hat mir im Großen und Ganzen relativ gut gefallen. Das Buch ging zwar ziemlich schleppend los, aber hat sich ja zum Ende hin immer mehr in ein fesselndes Buch, welches sich sehr flüssig lesen ließ entwickelt.

Das Ende des Buches musste ja irgendwie so kommen, dass es einen bösen Cliffhanger gibt. Ich vermute es wird nur wenige geben, die dieses Buch bis zu Ende gelesen haben und kein Verlangen haben den zweiten Band zu lesen. Zum Glück steht dieser bereits in meinem Bücherschrank und wird auch bald gelesen.

Einen Punkt Abzug gibt es für den relativ langweiligen Start des Buches. Aber ich denke mit 4 Sternen kann man immer noch zufrieden sein.

10.4.16 19:50, kommentieren