Mein Herz wird dich finden

Inhaltsangabe:

Eine Liebe, die tragisch endet. Eine neue Liebe, die tragisch beginnt. Ein Herz, das nicht aufhört zu lieben. Und am Ende der Tränen: das Glück. 400 Tage ist es her. Vor 400 Tagen ist Mias große Liebe bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Vor 400 Tagen hat Noah eine zweite Lebenschance bekommen. Als sie einander begegnen, spüren sie beide sofort, dass sie zusammen gehören. Doch nur Mia weiß, dass Noah ihr niemals begegnen wollte. Dass sie gegen seinen ausdrücklichen Willen gehandelt hat, als sie sich auf die Suche nach ihm gemacht hat. Dass Noah niemals wissen wollte, wer vor 400 Tagen ums Leben gekommen ist. Weil es irgendwie nicht richtig ist, dass er weiterleben darf – nur weil jemand anderes gestorben ist. Doch für Mia ist es, als wäre die Welt plötzlich wieder in Ordnung. Als wäre das Leben wieder bunt und schön. Und als hätte sie Noah nicht verschwiegen, dass sie einander nur begegnet sind, weil sie wissen wollte, wer der Mensch ist, der das Spenderherz ihres Freundes bekommen hat. Doch wie glücklich darf sie nach Jacobs Tod eigentlich sein? Und wann wird aus Schweigen … Verrat? Mia muss Noah erzählen, wer sie ist. Aber was bedroht ihre Liebe mehr? Eine Lüge – oder die Wahrheit?

Meine Meinung:


Also erstmal ein paar Worte zu der Idee hinter dem Buch. Ich fand sie genial. Endlich mal wieder etwas anderes. Kein Jugendbuch was sie wie viele mit Krebs oder ähnlichem beschäftigt. Nein, es geht um Herztransplantation. Interessantes Thema und auch das erste Buch, welches ich in dieser Richtung gelesen habe.

Der Aufbau des Buches hat mir recht gut gefallen, vor jedem Kapitel gibt es ein Zitat oder eine Begriffserklärung. Alles passend zum Thema Herz. Super Idee, ich hab mich schon jedesmal gefreut, wenn ich ein Kapitel beendet hatte und dann wieder ein schönes Zitat lesen konnte. Aber was sollten die vielen vielen leeren Seiten zwischen den Kapiteln? Das empfand ich etwas störend, die Seiten hätte man für mehr Story verwenden können.

Kurz nach dem Beenden war ich der Meinung dieses Buch ist 5 Sterne wert. Ich habe dann aber nochmal eine Nacht drüber geschlafen und bin zu dem Entschluss gekommen, dass es doch keine 5 Sterne wert ist, da mich doch einiges am Buch gestört hat.

Das Ende kam dann doch etwas zu plötzlich, auch wenn ich vermutet habe, dass es so ausgeht, ging es irgendwie zu schnell. Die ganze Zeit wurde alles ausschweifend erzählt und das Ende wurde dann einfach so auf die letzten Seiten gequetscht. Hätte man die leeren Seiten vor den einzelnen Kapiteln doch eher für ein ausführlicheres Ende genutzt.

Aber vom "schnellem gequetschtem Ende" mal abgesehen, war es wirklich ein richtig schönes Buch. Im Hinterkopf sollte man auch immer wieder behalten, dass es "nur" ein Jugendbuch ist.

Den Schreibstil von Jessi Kirby empfand ich sehr angenehm. Das Buch lies sich sehr flüssig lesen ohne dabei langweilig zu werden.

Nach einer Nacht über die Bewertung schlafen, habe ich mich nun für 4 Sterne entschieden. Wäre das Ende etwas ausführlicher gewesen, hätten es 5 Sterne werden können.

7.3.16 08:15, kommentieren

Die Flut

Inhaltsangabe:

Grausame Morde geschehen auf der Nordseeinsel Amrum. Paare werden entführt und nachts am Strand umgebracht. Besonders brutal: Der Mörder lässt den Mann dabei zusehen, wie seine Frau in der Flut ertrinkt. Er hat den perfekten Plan. Sie werden ihn nicht kriegen. Er weiß, wie er sie täuschen muss. Sie haben keine Ahnung. Dafür hat er gesorgt. Und er ist noch längst nicht fertig ...

Meine Meinung:

Die Flut hat mir sehr gut gefallen. Arno Strobel weiß wie man seine Leser auf die falsche Fährte lockt. Während des Buches habe ich jeden irgendwie verdächtigt außer den tatsächlichen Täter, bis zum Schluss habe ich nicht damit gerechnet wer hinter allem steckte.

Der Schreibstil ist sehr angenehm. Flüssig und fesselnd, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Aber diesen Schreibstil bin ich von Arno Strobel schon gewohnt. Egal ob man seine Jugendbücher oder die Bücher für Erwachsene liest, er weiß einfach wie man seine Leser fesselt.

Die Idee hinter der Geschichte fand ich sehr interessant, einfach mal etwas anderes. Einfach mal kein "bestialisches Abschlachten" sondern eher ein Psychomord. Welcher Mann möchte schon seiner Frau beim sterben zusehen? Sehr viel mehr möchte ich hier nicht auf den Inhalt eingehen, ich find man sollte das Buch selbst gelesen haben.

Von mir gibts 5 Sterne für die Flut.

4.3.16 21:01, kommentieren

Zwei für immer

Inhaltsangabe:

"Ich liebe dich, Ivy. Ich finde dich klug und witzig und schön … Doch bist du die Richtige? Oder bist du nur noch hier, weil du schwanger bist? Ich hoffe, dass alles gut ausgeht, aber die Wahrheit ist: Ich weiß es nicht." Als er Ivy begegnet, ist Fisher wie vom Blitz getroffen, und bald ist er sich sicher, dass aus der Sache etwas werden könnte. Noch weiß keiner der beiden, dass die Entscheidung über ihre Zukunft längst gefallen ist: Ivy ist schwanger. Doch während das neue Leben in Ivy heranwächst, muss sich Fisher um seinen schwer erkrankten Freund El kümmern. Und Ivy und Fisher sind immer noch damit beschäftigt, sich kennenzulernen. Denn es ist eine Sache, sich zu verlieben – miteinander zu leben ist eine ganz andere Geschichte … “Ein wunderschön erzähltes, absolut bezauberndes Buch über das Sich-Verlieben und Lieben und die Kompromisse, die zur Liebe dazugehören.“ Daily Mail

Meine Meinung:

Ehrlich gesagt, hat mich das Buch ziemlich enttäuscht. Die Inhaltsangabe hat ziemlich viel versprochen, was dann gar nicht so wirklich passierte.

In der Inhaltsangabe wird Fishers kranker Freund erwähnt um den er sich kümmern muss. Davon merkt man nicht ziemlich viel, außer "kümmern" bedeutet neuerdings ab und zu mal besuchen. Ich hätte mir das ganze anders vorgestellt, dachte Fisher hat dadurch einen "Klotz am Bein", aber im Buch erfährt man dann, dass er seinen kranken Freund nur hin und wieder besucht. Ich hätte mir etwas mehr über El gewünscht, ansonsten könnte man ihn auch in der Inhaltsangabe weglassen.

Der Schreibstil war ganz angenehm zu lesen, aber man merkt, dass es von einem Mann geschrieben wurde. Das Buch gehört zur Kategorie Liebesroman, aber sehr romantisch oder gefühlsvoll wird es gar nicht. Die Hauptprotagonistin strahlt sehr wenig Sympathie aus, sodass ich gar nicht mit ihr warm wurde sondern eher von ihr genervt war. Erst zum Ende des Buches hat sich dies etwas gelegt.

Ein wenig erstaunt war ich über das Alter der Protagonisten, ich hätte sie mir jünger vorgestellt, aber das hat keinen negativen oder postiven Einfluss auf das Buch.

Ein Buch was man sich sparen kann. Zwei Sterne gibt es von mir, da der Schreibstil angenehm war, die Story hingegen lies wirklich zu wünschen übrig.

2.3.16 19:06, kommentieren

Hinten sind Rezepte drin

Inhaltsangabe:

Kann ich emanzipiert sein und trotzdem ohne Unterwäsche in die Stadt? Bin ich schon eine moderne Frau, nur weil ich nicht kochen kann? Kriege ich in einer Beziehung auch Treuepunkte? Muss es in Frauenbüchern eigentlich immer um Männer, Mode und Cellulite gehen? Wenn Sie solche Fragen mögen, werden Sie in diesem Buch viel Spaß haben. Klar, für den Preis dieses Buchs können Sie sich auch einen dünnen Thomas Mann kaufen oder zwei Hemingways, also echte Nobelpreisträger, oder eine gebrauchte Bibel, also praktisch das Wort Gottes, aber überall da steht wenig über Frauen, und schon gar nichts Lustiges oder nicht viel Wahres … Katrin Bauerfeind erzählt in ihrem neuen Buch, was es heutzutage heißt, eine Frau zu sein: mit Witz, aber ernstgemeint, ohne Quote und Aufschrei, aber auch ohne Drumrumreden. Es geht um Playmobilfrisuren, Wellnesswahnsinn, schlechten Sex und gute Freunde und um Männer, Mode, Cellulite. Und hinten sind natürlich keine Rezepte drin …

Meine Meinung:

Zuerst muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich das Buch wohl nie entdeckt hätte, wenn es nicht dazu eine Challenge bei LovelyBooks gegeben hätte. In einer Buchhandlung wäre mir das Buch nicht weiter aufgefallen, da mich das Cover nicht wirklich anspricht. Ich bin einfach kein Fan von Fotos vom Autor auf dem Cover.

Anfangs hat mir das Buch richtig gut gefallen, ständig musste ich schmunzeln und hab mich auch sehr oft wieder erkannt. Aber nach ca. der Hälfte des Buches lässt es ganz schön nach.

Am Schreibstil des Buches gibt es nichts zu meckern. Leicht und fluffig würde ich es beschreiben, ein perfektes Buch für zwischendurch. Jedoch sollte man nicht den Fehler machen, den ich getan habe, das Buch in einem Rutsch zu lesen. Es verleitet zwar mit 224 Seiten sehr es einfach nicht wegzulegen, aber ich denke das gibt dem Humor einen Abbruch. Zumindest hatte ich das Gefühl nach der Hälfte des Buches.

Dennoch findet man hin und wieder sehr lustige Zitate im Buch - hier mal nur zwei kurze Beispiele:

  • Ich war zum Beispiel nie in der Gefahr, zwangsverheiratet zu werden. Meine Eltern wollten mir nicht mal einen Pulli für den Winter aussuchen, geschweige denn einen Mann. Vermutlich hätten sie bei Männern und Pullis eh dieselben Kriterien angelegt: »Nimm den, der ist schön dick, der hält dich warm.«
  • Mädchensachen benachteiligten einen beim Spielen. Während Jungs in ihren Hosen machen konnten, was sie wollten, musste man im Kleidchen darauf achten, dass nicht ständig die Unterhose zu sehen war. Mit der saß man zudem immer direkt im Dreck.
  • Wenn ich heute feiern gehe, brauche ich zwei Tage, um mich zu erholen

Im Großen und Ganz war das Buch in Ordnung, es gehört keinenwegs zu den Büchern, die man unbedingt gelesen haben muss, aber für zwischendurch zum schmunzeln ist es auf jeden Fall angebracht. Dann aber wie bereits erwähnt nicht in einem Rutsch lesen.

Von mir gibts 3 Sterne für Hinten sind Rezepte drin.

10.2.16 07:31, kommentieren

Die Zelle

 Inhaltsangabe:

Sammy ist elf und gerade mit seinen Eltern nach Berlin gezogen. Im Luftschutzbunker der alten Jugendstilvilla, die die Familie in Grunewald bezogen hat, macht er eine verstörende Entdeckung. Ein vollkommen verängstigtes Mädchen, nicht viel älter als er, ist dort unten in einer Zelle eingesperrt, die man mit Gummifolie ausgekleidet hat. Nur durch einen winzigen Schlitz hindurch kann er sie sehen. Am nächsten Tag ist die Zelle leer, das Mädchen verschwunden. Und für Sammy kann es dafür eigentlich nur einen Grund geben: seinen Vater.

Durch LovelyBooks habe ich dieses Buch entdeckt zu dem es gerade zufällig eine Buchverlosung gab, ich hatte gleich eine Bewerbung losgeschickt und natürlich nicht gewonnen. Umso mehr hatte ich mich dann gefreut, dass mich der Autor angeschrieben habe, ob ich das Buch dennoch haben möchte. An dieser Stellen vielen lieben Dank an Jonas Winner.

Der Klappentext und auch die Leseprobe haben mich sehr angesprochen. Nach der Stelle als die Leseprobe endete, lies das Buch in meinen Augen etwas nach und zog sich. Im Nachhinein betrachtet, fand ich dies aber gar nicht wirklich schlimm, da ich vom Ende doch so ziemlich überrascht war und es gar nicht wirklich glauben wollte.

Sammys Familie erschien mir jedoch die gesamte Zeit über sehr sehr gewöhnungsbedürftig. Der Bruder blockt ab, wenn Sammy etwas erzählen will, was jedoch gar nicht so ungewöhnlich in dem Alter ist. Aber auch die Mutter hat keine Zeit zum zu hören, sie lernt man fast gar nicht während der Geschichte kennen, entweder ist sie nicht zu Hause oder sie nimmt Schlaftabletten damit sie schlafen kann. Der Vater wirkte auf mich auch eher unsympathisch und das Au-Pair-Mädchen Hannah gab mir auch von Anfang an zu denken. Warum ist sie auch mit von London nach Berlin gezogen? Eine Erklärung für das warum bekommt man auf jeden Fall im Laufe der Geschichte.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, das Buch lies sich flüssig lesen, nachdem es nach der Leseprobe etwas anfing zu "schwächeln", kam gegen Ende dann doch Spannung auf und ich hatte das Gefühl, dass ich das Buch nicht mehr weglegen kann, bevor ich nicht weiß wie die Story ausgeht. Die Ich-Perspektive hat mir auch gefallen, ich finde bei der Ich-Perspektive kann man sich irgendwie besser in den Protagonisten versetzen.

Schade fand ich, dass eine Sache nicht aufgeklärt wurde, da ich hier nichts weiter vom Inhalt verraten möchte, werd ich nicht erwähnen was dies war, aber deswegen gibt es von mir einen Stern Abzug. Aber ich denke mit 4 Sternen kann man immer noch gut leben. Im Großen und Ganzen fand ich das Buch gut, außerdem war es mal wieder eine gelungene Abwechslung zu den anderen Büchern, die ich in der letzten Zeit gelesen habe.

10.2.16 07:07, kommentieren